Dienstag, 24. April 2012

Fair Trade in Kolumbien

..und dann haelt er ihn doch noch in den Haenden, den so zynisch in einem hoffnungsfrohen Gruen gehaltenen Ersatzreisepass..Oh du wunderschoene Kostbarkeit, auf geht's nach Kolumbien. Es sind doch nur 40 Stunden:

  • 02 Stunden - Taxi ueber die Grenze von Arica, Chile nach Tacna, Peru
  • 22 Stunden - Bus von Tacna nach Lima
  • 04 Stunden - Aufenthalt in Lima inkl. Ticketbeschaffung, Check in und 02 Stunden Warteschleife bei expedia
  • 03 Stunden - Flug Lima - Bogota
  • 04 Stunden - Naechtlicher Aufenthalt am Bogota Airport
  • 01 Stunden - Flug Bogota - Barranquilla
  • 04 Stunden - Bus Barranquilla - Cartagena

Klingt viel, ist viel. Aber Cartagena ist es wert.
Die Stadt, die mit dem Prostitutionsskandal um Obamas Secret Service eine Woche vor meiner Ankunft mehr Wellen geschlagen hat, als jeder Beachbreak in Arica es jemals koennte, kann eine Altstadt vorweisen, die ihres gleichen sucht.
Doof nur, dass Per, Emil, Anna und ich bei wohltemperierten 35° und einer gefuehlt vierstelligen Luftfeuchtigkeit  Tag um Tag dem Pool im Innenhof des Hostels erliegen. Seis drum, wir haben einander viel zu berichten und ich geniesse es, mal wieder mit Leuten zu quatschen, ohne zunaechst den Standardfragen-Katalog abarbeiten zu muessen.

Wir bleiben drei Naechte und machen eine dieser zum Tag. Noch bevor ich am naechsten Tag aufstehe, ist Dortmund Deutscher Meister und El Classico steht vor der Tuer! Nichts wie los in die bayrische Kneipe, in der man von deutschem Fussball an diesem Tag so gar nichts wissen will und froh ist, dass die Hundertschaft Kolumbianer keine Ahnung hat, wer Kloppo ist.Glueckwunsch euch viel zu zahlreichen BVB-Fans! (Herr Beise, ich denke ich schulde Ihnen eine Kiste Bier! Sie wird getrunken, wenn Hannover naechste Saison das erste EL-Spiel bestreitet!)

Zwei genugtuende Weizen spaeter steht die Busfahrt nach Taganga auf dem Plan. Fuenf Stunden on und off und wir erreichen mein momentanes Domizil. Strand? Ja, aber nicht so doll....Warm? 41 Grad, alter Schwede!...Pool? Was meint ihr, wo ich gerade sitze um diesen Eintrag zu schreiben.
Alles scheint perfekt, waere da nicht der bevorstehende Abschied. Gerade erst wiedervereint muessen sich Per und Emil vorgestern auf den Weg nach Hause machen und nachdem Anna bereits in Cartagena geblieben ist, heisst es nach 2 1/2 Monaten zur Halbzeit der Reise also entgueltig: Auswechseln! Es ist wahrlich kein Magath-Wechsel, der zur Pause wegen fehlender Leistung durchgreift. Es ist einer dieser unvermeidbaren, die dem eigenen Spiel so schaden koennen.
Zum Glueck ist die Bank aber gut bestueckt und so bin ich nach einer letzten, gemeinsamen Eskalation guter Dinge, die verbleibenden Tage in Kolumbien mit Carlos, Chloe und Claire c-lebrieren zu koennen. 
Ein grosser Teil davon soll unter Wasser stattfinden, sofern der Klimaanlagen-Schnupfen bis morgen abgeklungen ist.
In sechs Tagen dann bin ich in Cancun und werde den Teufel tun und meine Zeit mit Blogschreiben verbringen. Beschwerdebriefe koennt ihr nach Kassel schicken! ;)
 

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