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Bilder Woche 09
Long time no hear/read. Hier die überfällige und - wehe wenn nicht - schmerzlich vermisste Zusammenfassung der letzten Tage.
Bilder Woche 09
Long time no hear/read. Hier die überfällige und - wehe wenn nicht - schmerzlich vermisste Zusammenfassung der letzten Tage.
Mit dem großen Highlight Machu Picchu verabschieden wir uns erst einmal von Peru. Am 9.4. geht unser Flug von Lima nach Kolumbien und wir werden vorher sicherlich noch einige Tage in Arequipa verbringen, aber jetzt heißt es erstmal wieder Geld wechseln.
Zusammen mit zwei Kanadierinnen und einem Waliser machen wir uns auf den Weg zum Titicacasee. Zunächst noch auf peruanischer Seite in Puno und auf den davor schwimmenden Schilfinseln, machen wir uns am selben Tag noch auf den Weg nach Bolivien.
Der erste Eindruck macht Laune: Kaum über die Grenze marschiert, stoppt unser soeben wieder bestiegener Bus und alle werden gebeten auszusteigen. Die restlichen ca. 4km bis zum Zielort mögen wir doch bitte zu Fuß gehen. Die Straße sei blockiert.
Gesagt, gemurrt, getan. Und so erreichen wir mit Hilfe unserer in den letzten Tagen viel zu sehr geschundenen Füße Boliviens Copacabana. Das kleine, verschlafene Städtchen gefällt auf Anhieb, denn wir gönnen uns den Luxus und mieten uns in einer über-stylisch designten Unterkunft ein "Vierer-Ei" und zahlen mit 18 USD pro Nase das ca. sechsfache des landesüblichen Bettenpreises.
Bereuen tun wir diesen Schritt weder beim nächtlichen Sit-in, noch am nächsten Morgen, als der malerische Blick über die Bucht ans Fenster klopft.
Nach einer perfekten Dusche und einem akzeptablen Frühstück am Hafen geht es aufs Boot zur paradiesischen Isla del Sol, auf der nach dem Inkaglauben alles Leben entstanden ist. Weite Blicke über den See bis zu den schneebedeckten Sechstausendern machen vergessen, dass im Restaurant der Wahl leider nur einer das Hühnchengericht ordern kann.
Nach einem strammen Marsch über die Insel begeben wir uns Tags drauf zurück nach Copacabana und feiern Pers Geburtstag im Restaurant mit Coldplay Live-DVD.
Die obligatorische Party folgt am nächsten Abend in La Paz. Zusammen mit dem schwedisch-Bolivianer Juan, der den gleichen Bus bestiegen hatte und uns mit in das Hostel nimmt, in dem er „arbeitet“, tauchen wir ins Nachtleben ein und freuen uns am folgenden Tag, dass alle bei dem Versuch gescheitert sind, sich zu ersaufen.
Wir entscheiden uns, der Stadt, die durch zig Straßenblockaden so schwer zu erreichen und bei Ankunft doch so überwältigend war, auch bei Tageslicht eine Chance zu geben und führen unsere Kater aus. Belohnt werden wir durch die Kapellen der Marine, Luftwaffe und Polizei, die mit ihren ABBA-Medleys die Herzen meiner skandinavischen Wegbegleiter höher schlagen lassen.
Inspiriert von dieser zeitlosen Kunst begeben Emil und ich uns am nächsten Tag ins Tattoostudio und glauben fest daran, dass auch unsere Ideen in dreißig Jahren noch so gut ankommen. Zwischenfazit: Noch gefällt’s!
Anschließend in den schlimm ausschauenden Bus, ab nach Potosi und gekonnt die Minen ignorieren, schließlich regnet es und es kommt Champions League.
Ohnehin gilt es die Aufnahmefähgkeit zu schonen, denn nur zwei Tage später heißt es endlich Uyuni, oder sollte ich sagen: Oh-Yeah-ni!? Es ist nicht die Stadt selber, die überragt, aber als Startpunkt für die unglaublichen Salz- und Dali-esken Mondlanschaften gebührt diesem Ort ein Teil der immre noch in mir weilenden Euphorie. Schaut einfach selbst! (Als Stadtslogan empfehle ich „Who the fuck is Machu Picchu!?)
Geschrieben ist dieser Beitrag on the road und am aktuellen Aufenthaltsort Iquique in Chile, wo es sich Samstags zur Überraschung aller sehr gut feiern lässt.
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