Freitag, 18. Mai 2012

Mimen ohne Kiemen

Ein beachtlicher Teil dieser Reise wurde in schwindelerregenden Hoehen verbracht und mein persoenliches 'High'-light liegt seit Bolivien bei etwas mehr als 5000 Metern. Zurueck in Mittelamerika soll nun am anderen Ende gearbeitet werden; ein erster Anfang ist getan. 


Nach einem Schildkroeten-reichen (Go)Pro-log im Schnorchelparadies Akumal, bot sich vor Cancun ein erster Brocken in Form eines Schiffwracks. 
Knappe 30 Meter unter der wellenreichen Oberflaeche und umgeben von einer Stroemung, die der Divemaster als 'die schlimm....aeh aufregendste seit langem' bezeichnete, war es zwar ein ein Knochenjob, das Prachtstueck zu betauchen, gleichzeitig aber auch jede Schrecksekunde wert.
Zurueck an Board war ich zudem froh, den Segelturn von Panama nach Kolumbien nicht angetreten zu haben, denn noch bevor wir am Driftdive-spot angekommen waren, gab es von meiner Seite Futter fuer die Fische.
Von der Aussage 'Unter Wasser gibt es keine Seekrankheit' befluegelt, ging es zurueck ins warme Nass. Zum Glueck! Es war ohnehin gerade Skepsis in mir aufgekommen, ob das Schnueffeln an Orangenpelle tatsaechlich hilft oder das Bild doch nur zur allgemeinen Belustigung dienen sollte.
Der Feind des ersten Dives - die Stroemung - praesentierte sie sich beim zweiten Tauchgang als Spassmacher Nummer eins. In Schraeglage ging es vorbei an einer Unmenge riesiger Loggerhead-Turtles, Hummer und Kugelfische, sodass die Rueckkehr an Land am Ende mit einem lachenden und einen weinenden Auge zu sehen war.
Allem Wellengang zum Trotz hat der Tauch-Fix die richtige Wirkung gezeigt und so sind die naechsten Ziele abgesteckt: Wenn es nicht allzu teuer wird, bietet das Blue Hole in Belize den absolut perfekten "Tiefpunkt" mit ca. 40 Metern ehe in Honduras dann das zweite Tauchzertifikat bezahlbar wird.


Kuba ist aufgrund dubioser Devisengeschaefte vom Tisch (in die Schublade fuer spaetere Reisen).
Stattdessen geht es heute Abend um 22h15 Orszeit im Uebernachtbus nach Belize. Die Hoffnung besteht, dass es bei einer puenktlichen Ankunft auf Caye Caulker irgendwo das Champions League Finale zu sehen gibt. 


In diesem Sinne gilt (wie auch schon fuer meine Reisebegleitung gestern): 
Auf geht's Bayern!




Dive #1>






Zwischenfazit>

Dive #2>







 Alle GoPro-Bilder
 

Donnerstag, 10. Mai 2012

Arriba!!!

 Auf auf und bye bye Sued- and welcome back Mittelamerika!

Nach gechillten letzten Tagen im wahrhaften wunderbaren Kolumbien ist drei Monate nach Reisebeginn Schluss mit dem Abstecher auf den viertgroessten Kontinent der Erde. Maya ersetzen fortan wieder Inka, "acá" heisst wieder "ahí" und 'Corona' und 'Sol' verdraengen 'Club Colombia' und 'Aquila' aus Kuehlschraenken und Leber.
Zurueckgelassen werden beim zweiten Abschied in 10 Tagen auch Charlies Engel Chloé, Claire und Caz, die der Schwedenfraktion unterhaltungstechnisch in nichts nachgestanden und dem Nationalpark Tayrona den letzten Pinselstrich natuerlicher Schoenheit gegeben haben. 
Schwerer Schlag koennte man meinen, waere da nicht dieses deutsche Maedel, dem ich nur 40 Minuten nach Ankunft in Cancun begegnet bin. Ansteckende Freude, unmittelbare Vertrautheit, ein Rucksack voller Heimatgefuehl, Fotoequipment, identische Reiserouten...was soll ich sagen, wir teilen uns seitdem Doppelzimmer, Palmenschatten....und meine Kreditkarte. Wenn man sich eben um den Finger wickeln laesst.
Nur minimal weniger beeindruckt hat mich das Land, das wir gemeinsam durchqueren. Links und rechts der nicht enden wollenden Strassen waechst zwar nur Gestruepp, aber Mexicos Straende sind die schoensten, die mir bei all meinen Reisen zwischen die Zehen gekommen sind und das Wasser koennte klarer nicht sein. Deshalb verwundert es auch nicht, dass sich die Schildkroeten in Akumals Lagune nicht scheren, wenn sie fuer Unterwasseraufnahmen herhalten muessen. Zu schoen ist einfach ihre Heimat.
Ganz gleich ob in Playa del Carmen, Tulum, Akumal oder bei den Ruinen von Coba und Chichen Itza: das Ausmass der US-amerikanischen Invasion ist zumutbar. 
Zwei Sicherheitsvorkehrungen sind dennoch getroffen: 
1. Ihr Stuetzpunkt Cancun wurde bei Ankunft und auch nach der Rueckkehr gestern sofort verlassen. Stattdessen lautet die Wa(h)lheimat fuer die zweite und letzte gemeinsame Woche "Isla Mujeres" (haelt nicht so ganz was der Name verspricht, aber sonst waer ich wohl auch nicht vom Schiff gelassen worden).
2. Um etwaige imperialistische Infektionen direkt aus dem System zu spuehlen, wird momentan intensiv ueber eine einwoechige Kur auf Kuba nachgedacht...ihr wisst schon, nur um ganz sicher zu gehen anschliessend wieder quietsch-'Fidel' zu sein!

'Versprochen ist versprochen', das wusste schon Arni im gleichnamigen Film und deshalb hier nun wieder Bildmaterial:

Gopro:



 



Verschmutzte neue alte Spiegelreflex: